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Gangs

Fandom: Justin bieber aber nicht berühmt als Sänger

Created: 5/6/2026

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RomanceDramaCrimeActionCurtainfic / Domestic StoryHurt/ComfortFluffExplicit LanguageGraphic Violence
Contents

Kugeln, Küsse und Karamellaugen

Miley

Der Griff von Lion um meinen Oberarm war so fest, dass ich sicher war, morgen blaue Flecken zu haben. Er zog mich grob hinter sich her in das verrauchte Hinterzimmer der alten Lagerhalle am Hafen. Ich hasste diesen Ort. Ich hasste den Geruch von billigem Whisky und Testosteron, und am meisten hasste ich den Mann, dessen Handabdruck auf meiner Haut brannte.

„Halt einfach die Klappe und sieh gut aus, Miley“, zischte Lion mir zu, während er sich durch die Menge der Gangmitglieder schob. Er fühlte sich unglaublich wichtig, der Anführer der V8 zu sein, aber für mich war er nur ein gewalttätiger Abschaum, an den ich durch die zwielichtigen Geschäfte meines Vaters gebunden war.

„Vielleicht solltest du mal versuchen, weniger wie ein Neandertaler zu wirken, Lion. Das würde deinem Image gut tun“, konterte ich mit einem zuckersüßen, aber giftigen Lächeln. Meine Grübchen zeigten sich, doch meine Augen blitzten vor Verachtung.

Er wollte gerade ausholen, als wir den Kreis der Anführer erreichten. Und da sah ich ihn.

Mitten im Raum, lässig auf einem ramponierten Ledersessel thronend, saß Justin Bieber. Der Anführer der Snipers. Er trug ein schwarzes Hemd, die obersten Knöpfe offen, was den Blick auf seine tätowierte Brust freigab. Sein Style war perfekt, eine Mischung aus Gefahr und purer Eleganz. Als er aufsah, trafen mich seine karamellfarbenen Augen wie ein Schlag in die Magengrube.

Justin

Ich langweilte mich zu Tode, bis die Tür aufflog und Lion, dieser Versager von den V8, reinstolperte. Aber er war nicht allein. Hinter ihm tauchte ein Mädchen auf, das so gar nicht in diesen Dreck passte. Lange braune Haare, smaragdgrüne Augen, die vor Trotz nur so sprühten, und ein Körper, der in dieser engen Jeans verboten gut aussah.

Ich starrte sie an, und für einen Moment vergaß ich, wer ich war. Sie war wunderschön. Aber ich ließ mir nichts anmerken. Kalt zu bleiben war mein Job.

„Lion“, sagte ich mit rauer Stimme. „Hast du deine kleine Puppe mitgebracht, damit sie sieht, wie echte Männer Geschäfte machen?“

Miley schnaubte und verschränkte die Arme. „Echte Männer? Wo? Ich sehe hier nur einen Haufen Jungs, die zu viel Zeit im Fitnessstudio und zu wenig in der Schule verbracht haben. Und du, Bieber? Du siehst aus, als hättest du dir dein Outfit aus einem Hochglanzmagazin geklaut, bevor du jemanden abgeknallt hast.“

Ein Raunen ging durch den Raum. Niemand redete so mit mir. Ich spürte ein Grinsen auf meinen Lippen, das ich mühsam unterdrückte. „Frech ist sie also auch noch. Pass auf, Kleines, sonst zeige ich dir, was passiert, wenn man die Snipers reizt.“

„Oh, ich zittere“, gab sie zurück, doch unsere Blicke waren ineinander verhakt. Die Luft zwischen uns brannte. Es war Hass, ja, aber da war noch etwas anderes. Eine elektrische Spannung, die so dick war, dass man sie mit einem Messer hätte schneiden können.

Miley

Die ganze Woche über konnte ich an nichts anderes denken als an diese Augen. Als Lion mich ein paar Tage später zu einem weiteren Treffen mitschleifte, hoffte ich inständig, ihn wiederzusehen.

Während Lion sich mit irgendwem über Gebietsansprüche stritt, entschuldigte ich mich, um zur Toilette zu gehen. Der Flur war dunkel und eng. Plötzlich wurde ich am Handgelenk gepackt und in eine Nische gezogen.

Ich wollte gerade zuschlagen, als ich seinen Duft wahrnahm – Sandelholz und Tabak. Justin.

„Du verfolgst mich wohl, Shawty“, flüsterte er, sein Gesicht nur Zentimeter von meinem entfernt.

„In deinen Träumen, Bieber. Geh mir aus dem Weg.“ Ich versuchte, ihn wegzuschieben, doch er war wie eine Mauer aus Muskeln.

„Du konterst alles, oder? Das ist verdammt heiß“, murmelte er. Bevor ich antworten konnte, drückte er mich gegen die Wand. Seine Lippen trafen meine in einem gierigen, besitzergreifenden Kuss.

Mein Gehirn setzte aus. Ich erwiderte den Kuss mit derselben Intensität, meine Hände krallten sich in sein Hemd. Gott, er konnte küssen. Er stöhnte leise auf, seine Hand glitt an meinen Rücken hinunter und knetete meinen Arsch. Ich entwich ein Seufzer.

Plötzlich hörten wir schwere Schritte. Lion.

Wir rissen uns auseinander, gerade als Lion um die Ecke bog. Justin lehnte sofort lässig an der Wand, als wäre nichts gewesen.

„Was willst du hier bei meiner Freundin, Bieber?“, knurrte Lion.

Justin sah ihn mitleidig an. „Dein Spielzeug hat sich verlaufen, Lion. Vielleicht solltest du sie an die Leine legen, bevor sie jemand findet, der wirklich weiß, wie man mit ihr umgeht.“

„Fick dich!“, schrie Lion und zog mich weg.

In dieser Nacht lag ich wach. Ich wusste es jetzt. Ich liebte Lion nicht – ich hasste ihn. Und ich wollte Justin.

Justin

„Ich hab mich verliebt, Ryan“, sagte ich am nächsten Tag zu meinem besten Freund, während wir in unserem Hauptquartier Waffen reinigten.

Ryan hielt inne und lachte trocken. „Der eiskalte Sniper-Leader? In wen? In die V8-Braut?“

„Sie ist keine Braut. Sie ist alles“, sagte ich ernst. „Und ich werde sie da rausholen.“

Zwei Tage später eskalierte es. Wir trafen uns in einem alten Club. Lion hatte seine Hand auf Mileys Oberschenkel, sein Griff war besitzergreifend. Ich knurrte unwillkürlich. Ich wollte ihm die Hand abhacken.

Später, im Flur, fing ich sie ab.

„Ich liebe dich, Miley. Ich scheiß auf die Gangs. Komm mit mir“, sagte ich, ohne Umschweife.

Sie sah mich mit Tränen in den Augen an. „Ich liebe dich auch, Justin. So sehr.“

„Was zum Teufel geht hier ab?!“, schrie Lion, der uns gefolgt war. Er stürmte auf Miley zu, die Hand zur Faust geballt. „Du kleine Schlampe!“

Bevor er sie berühren konnte, war ich da. Ein gezielter Schlag in seine Magengrube, gefolgt von einem Haken gegen sein Kinn. Lion ging zu Boden, jaulte auf und rannte schließlich wie ein geschlagener Hund aus dem Gebäude.

Miley sah mich an, zitternd. Ich zog sie in meine Arme. „Du gehörst jetzt zu uns. Zu mir.“

Sie zog noch am selben Abend bei den Snipers ein. In dieser Nacht schenkten wir uns nichts. Es war leidenschaftlich, laut und absolut richtig.

Am nächsten Morgen kam Ryan grinsend in die Küche, wo ich gerade Frühstück für Miley machte – ohne Shirt, während sie in einem meiner großen T-Shirts am Tisch saß.

„Guten Morgen, Turteltäubchen. Die Wände sind hier übrigens nicht schalldicht, nur so zur Info“, witzelte er.

Miley sah ihn an, nippte an ihrem Kaffee und sagte trocken: „Dann solltest du dir vielleicht Ohropax kaufen, Ryan. Oder ist dein Liebesleben so langweilig, dass du uns zuhören musst?“

Ryan lachte laut auf. „Okay, ich mag sie. Sie passt perfekt zu uns.“

Die nächsten zwei Jahre waren die glücklichsten meines Lebens. Mein Vater hatte sie verstoßen, aber das war ihr egal. Wir waren eine Familie. Jeden Morgen beim Frühstück, wenn ich sie von hinten umarmte, während sie Pfannkuchen wendete, oder wenn wir abends auf dem Dach saßen und ich nur für sie sang – es war perfekt.

Justin

Unser zweiter Jahrestag. Ich war nervöser als vor jedem Gang-Krieg. Ryan half mir, das Restaurant am See vorzubereiten. Alles war voller Kerzen und weißer Rosen.

„Du schaffst das, Bro. Sie liebt dich mehr als alles andere“, bestärkte Ryan mich, bevor er verschwand.

Als Miley in ihrem smaragdgrünen Kleid erschien, blieb mir der Atem weg. Nach dem Essen führte ich sie zum Steg.

„Miley, du hast mein Leben verändert. Aus dem kalten Arschloch hast du jemanden gemacht, der wieder fühlt. Ich will keine Sekunde mehr ohne dich sein. Willst du meine Frau werden?“ Ich sank auf ein Knie und hielt ihr den Ring hin.

Sie weinte vor Glück. „Ja! Tausendmal ja, Justin!“

Die Hochzeit war legendär. Die ganze Gang war da, Ryan war mein Trauzeuge. Es war ein Fest der Liebe und der Stärke. Wir waren unbesiegbar.

Ein Jahr später

Es war mein Geburtstag. Die Jungs hatten eine Party im Garten organisiert. Miley kam auf mich zu, ein kleines Päckchen in der Hand.

„Alles Gute, Baby“, flüsterte sie.

Ich öffnete es. Ein kleiner Strampler mit dem Logo der Snipers und der Aufschrift: „Neues Mitglied im Anmarsch“.

Ich starrte es an, dann sie. Tränen traten mir in die Augen. Ich hob sie hoch und wirbelte sie im Kreis, während die Gang johlte und feierte.

Der Moment im Kreißsaal Monate später war der intensivste meines Lebens. Ich hielt Mileys Hand, während sie schrie und kämpfte. Als der erste Schrei unseres Sohnes Aiden ertönte, brach ich zusammen und weinte vor Erleichterung.

Heute

Wir liegen zusammen auf dem großen Bett in unserem Haus. Aiden, mittlerweile ein paar Monate alt, liegt zwischen uns und strampelt mit seinen kleinen Beinen.

„Du bist so wunderschön, Miley“, flüstere ich und streiche ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Noch schöner als an dem Tag, als ich dich das erste Mal sah.“

Sie lächelt, ihre Grübchen zeigen sich. „Und du bist immer noch der heißeste Gang-Anführer, den ich kenne.“

Aiden gibt ein kleines Quieken von sich und fängt an zu lachen – dieses reine, helle Babylachen, das mein Herz jedes Mal zum Schmelzen bringt.

Miley steht auf. „Ich hol uns noch eine Decke, es wird kühl.“

Ich nehme Aidens kleine Hand in meine und bewege sie hin und her. „Sag Tschüss Mami!“, sage ich mit verstellter Stimme. „Tschüss!“

Miley dreht sich an der Tür um, lächelt uns beide an und wirft uns einen Luftkuss zu. Ich kuschele mich eng an meinen Sohn und warte darauf, dass meine Frau zurückkommt.

Am nächsten Morgen sitzen wir alle am großen Frühstückstisch. Ryan und seine Freundin sitzen neben Aiden, der in seinem Hochstuhl thront. Ryan versucht, ihm Brei zu füttern, und bekommt die Hälfte ins Gesicht.

„Sieht gut aus, Ryan. Steht dir“, spottet Miley.

„Halt den Mund, Shawty“, lacht Ryan und wischt sich den Brei ab.

Später am Abend habe ich ein Date für uns geplant. Nur wir zwei. Wir sitzen in einem kleinen, abgelegenen Restaurant.

„Ich liebe dich mehr als alles andere, Justin“, sagt sie und nimmt meine Hand über den Tisch hinweg.

„Und ich dich, mein Engel. Für immer.“

Nach dem Essen gehen wir nach Hause, doch wir schaffen es kaum durch die Tür. Die Leidenschaft ist nach all den Jahren so frisch wie am ersten Tag. Ich drücke sie gegen die Tür, meine Hände wandern unter ihr Kleid.

„Justin...“, stöhnt sie.

„Ich hab dich, Shawty. Ich lass dich nie wieder los.“

In dieser Nacht, wie in jeder anderen, sind wir eins. Eine Einheit, die aus Schmerz geboren wurde und in purer, bedingungsloser Liebe endete. Lion war längst vergessen, pleite und allein irgendwo in der Gosse. Wir aber hatten alles. Wir hatten uns.
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